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AFS Fragen und Antworten

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Im Folgenden versuchen wir typische Fragestellungen zu beantworten. Sollten Sie darüber hinaus noch weitere Fragen haben, dann schreiben sie uns per E-Mail an support@afs.biz oder kontaktieren sie ihren zuständigen Handelsverteter.

  1. Was ist Rückseiteneffekt, und wie kann er vermieden werden?
  2. Die Behandlungsintensität einer beidseitigen Vorbehandlungssanlage bei Verwendung von nur einem Generator ist auf einer Seite höher als auf der anderen.
  3. Die Anzeige "GEWÜNSCHTE LEISTUNG KANN NICHT ERREICHT WERDEN" wird zusammen mit einer blinkenden Fehlerleuchte am Generator angezeigt.
  4. Der erforderliche Dyn-Wert kann nicht erreicht werden

1. Was ist Rückseiteneffekt, und wie kann er vermieden werden?

Wenn nur eine Seite des Bahnmaterials Corona behandelt wird, sollte auf der Rückseite des Materials, also die, die mit der Behandlungswalze in Kontakt kommt, kein messbarer Behandlungseffekt auftreten.

Rückseiteneffekt tritt auf, wenn es zwischen dem Bahnmaterial und der Walze Lufteinschlüsse gibt, oder überall dort, wo zwischen den beiden Oberflächen kein inniger Kontakt besteht. In diesem Fall sprüht eine geringe Dosis Corona unter dem Bahnmaterial.

Im Gegensatz zur richtig vorbehandelten Oberfläche tritt die Rückseiten-Behandlung als zufälliges Muster auf. Die Beschaffenheit des Musters weist gewöhnlich auf die Ursache hin.

Mögliche Abhilfe

Die Oberfläche der Vorbehandlungswalze sollte matt, sauber und glatt sein. Oft hilft ein penibles Reinigen der Behandlungswalze.

Ein sehr guter Kontakt zwischen der Walzenoberfläche und dem Bahnmaterial ist sehr wichtig, damit eventuelle Lufteinschlüsse vermieden werden. Erreichen lässt sich dies unter Umstaänden durch ein Erhöhen der Bahnspannung.

Der Einsatz einer Anpresswalze auf der Seite des Bahneinlaufes ist sehr empfehlenswert, besonders bei hohen Bahngeschwindigkeiten.

Die elektrischen Eigenschaften von Silikongummi verschlechtern sich mit der Zeit. Wenn dies geschieht, kann das Gummimaterial elektrische Energie absorbieren, wodurch es sich erhitzt und somit das Bahnmaterial thermisch belastet. Zudem ist dann für gute Behandlungsergebnisse eine höhere Generatorleistung erforderlich. Das stellt eine zusätzliche thermische Belastung dar, was zur lokalen Überhitzung des Bahnmaterials führen kann. Ein tränenförmiger Rückseiteneffekt ist die Folge.

2. Die Behandlungsintensität einer beidseitigen Vorbehandlungssanlage bei Verwendung von nur einem Generator ist auf einer Seite höher als auf der anderen.

Um auf beiden Seiten des Bahnmaterials die gleiche Behandlungsintensität zu erreichen, müssen beide Seiten der Vorbehandlungsanlage identisch ausgestattet sein.

Wenn Segmente verwendet werden, müssen auf jeder Seite die gleiche Anzahl an Segmenten in Betrieb sein.

Der Abstand zwischen den Elektrodenspitzen und der Vorbehandlungswalze muss auf beiden Seiten gleich sein. Bei einer silikonbeschichteten Walze sollte der Abstand auf genau 2 mm eingestellt sein.

Die Betriebsstunden der Silikonschläuche oder Beschichtungen sollten auf beiden Seiten gleich sein.

Kontrollieren Sie das Aussehen der Coronaentladung bei geringen Leistungen. Wenn eine Seite stärker erscheint als die andere, ist dies ein klarer Hinweis dafür, dass die beiden Seiten nicht exakt ausbalanciert sind.

3. Die Anzeige "GEWÜNSCHTE LEISTUNG KANN NICHT ERREICHT WERDEN" wird zusammen mit einer blinkenden Fehlerleuchte am Generator angezeigt.

Dies kann 3 Hauptursachen haben:

1. Die Netzspannung ist geringer als der spezifizierte Wert.

2. Die Vorbehandlungsanlage ist nicht in der Lage, ausreichend Leistung vom Generator zu beziehen.

3. Der Generator hat einen Fehler, welcher verhindert, dass er die volle Leistung liefert.

Überprüfen Sie zuerst, ob sich die Versorgunsspannung innerhalb des spezifizierten Bereiches befindet.

Um die Anlage zu überprüfen, stellen Sie den Generator auf volle Leistung und beginnen mit der Behandlung. Prüfen Sie die Gleichspannung (UDC) am Display des Generators.

Da die Zugriffs-Methode je nach Modell leicht varriiert, schlagen Sie zur genauen Vorgehensweise hierzu im Handbuch nach. Wenn die Gleichspannung höher als ca. 490V ist, bedeuted dies, dass der Generator richtig funktioniert, aber die Anlage nicht fähig ist, vom Generator genügend Leistung zu beziehen.

Wenn die Spannung viel niedriger ist, weist dies darauf hin, dass der Generator defekt ist.

Es gibt einige typische Ursachen warum die Vorbehandlungsanlage nicht fähig ist, ausreichend Leistung vom Generator zu bekommen. Bitte überprüfen Sie Folgendes:

Wenn Segmentelektroden verwendet werden, ist die volle Leistung nur gewährleistet, wenn die Mehrzahl der Segmente im Gebrauch ist.

Der Abstand zwischen den Elektrodenspitzen und der Walzenoberfläche sollte mit silikonbeschichteter Walze 2 mm und mit keramikbeschichteter Walze oder Keramik Elektroden 1,5 mm betragen.

Wenn die Vorbehandlungswalze neu beschichtet oder ein neuer Silikonschlauch aufgezogen wurde, muss die Beschichtung bzw. die Schlauchdicke mit den original gelieferten Teilen identisch sein.

4. Der erforderliche Dyn-Wert kann nicht erreicht werden

Wenn eine Corona-Behandlungsanlage ursprünglich für eine bestimmte Anwendung ausgelegt wurde, müssen alle Faktoren hinsichtlich des erforderlichen Dyn-Wertes berücksichtigt werden, einschließlich der Art des Bahnmaterials, die Menge und Art der Materialzusätze, die Bahnbreite und Bahndicke, die Maschinengeschwindigkeit, die klimatischen Bedingungen, und ob das Material zum ersten Mal behandelt oder die Vorbehandlung aufgefrischt wird.

Mit diesen Informationen ist es möglich, die optimale Corona-Dosis für die Anwendung zuverlässig zu ermitteln. Diese Angaben bestimmen auch die Generatorleistung und legen die passende Corona-Anlage fest, die benötigt wird, um die erforderliche Behandlungsintensität zu erreichen.

Als Ausgangspunkt muss die Vorbehandlungsanlage in technisch einwandfreiem Zustand sein. Wenn die Vorbehandlunswalze silikonbeschichtet ist, sollte die Beschichtung nahezu neu sein, um jegliche Zweifel bezüglich der Beeinflussung der Vorbehandlungsintensität ausschließen zu können.

Für den Großteil der Polymer-Materialien ist es notwendig, dass das Material direkt auf dem Extruder vorbehandelt wird. Die Oberflächenspannung verringert sich mit der Zeit. Wenn das Material nicht innerhalb kürzester Zeit nach der Extrusion weiterverarbeitet wird, ist es normalerweise notwendig, eine zweite Corona Behandlung direkt am Ort der Weiterverarbeitung durchzuführen.

Die meisten Polymer-Materialien können jedoch nur erfolgreich in der Druck- oder Kaschiermaschine Corona behandelt werden, wenn sie bereits vorab auf dem Extruder behandelt wurden.

Die Ursache warum die gemessene Oberflächenspannung den gewünschten Wert nicht erreicht, ist fast immer, dass die Behandelbarkeit des Bahnmaterials von dem ursprünglich spezifizierten Material abweicht.

Die häufigste Ursache ist der Typ oder die Menge der Zusatzstoffe im Material. Besonders kritisch sind FSU-105 oder Titandioxid . Die meisten Zusatzstoffe verschlechtern die Behandelbarkeit und Langzeitstabilität des Behandlungseffektes.